Vertreterversammlung bei der VVB

Vereinigte Volksbank Maingau 2017 erfolgreich – wieder 7,5 % Dividende beschlossen

Obertshausen: Die Vereinigte Volksbank Maingau (VVB) kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurückblicken. Die Zahlen belegen ein weiteres Wachstum: höhere Kundeneinlagen aus der Region für mehr Kredite in der Region und ein sehr solides Vermittlungsergebnis. Eine entsprechend positive Bilanz präsentierte Vorstandssprecher Michael Mengler bei der Vertreterversammlung in der mit fast 300 Teilnehmern gut besuchten Kulturhalle Rödermark am vergangenen Freitag. Diese große Teilnehmerzahl verdeutlicht das hohe Interesse an der Entwicklung der Bank sowie die Verbundenheit der „VVB-Parlamentarier“.

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um den stattlichen Wert von fast 60 Millionen Euro gewachsen, erreichte zum Jahreswechsel insgesamt 1.977 Millionen Euro und habe die Planung besonders bei den Einlagen weit übertroffen. Das Wachstum wurde auch durch die steigenden Kundenkredite getragen, die beim betreuten Volumen um 32 Millionen Euro oder 2,3 % zunahmen. Wie der VVB-Chef unterstrich, wird das Kreditwachstum weiter durch viele Sondertilgungen tangiert. Trotzdem habe man die Kreditzusagen mit über 280 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr nochmals steigern können. Besonders erfreulich ist die Bonitätsstruktur der Kundenengagements, sie ist nach wie vor gut. Die Kredite sind breit gestreut und es existieren keine Klumpenrisiken. Die betreuten Kundeneinlagen konnten um rund 125 Millionen Euro gesteigert werden, was überwiegend durch die weiterhin gute Entwicklung im Wertpapier- und Depotgeschäft getragen wurde. Aber auch die Sichteinlagen haben wieder deutlich zugelegt. Insgesamt entspricht das einem Zuwachs des Volumens von 4,4 Prozent.

Nach einer detaillierten Information haben die Vertreter den Jahresabschluss 2017 festgestellt und Aufsichtsrat und Vorstand einstimmig entlastet. Die Aufsichtsratsmitglieder Hans-Peter Biffar (Vorsitzender), Günter Huther und Norbert Rink wurden satzungsgemäß wiedergewählt und in ihren Ämtern bestätigt. Der Bilanzgewinn liegt erneut bei rund 5,2 Millionen Euro mit einem Provisionsergebnis auf ausgesprochen hohem Niveau. Die Vertreterversammlung hat daraufhin für die bei der VVB unterhaltenen Geschäftsguthaben - wie in den Vorjahren – eine Dividende von 7,5 % beschlossen, aufgeteilt in 6,0 % Grunddividende und 1,5 % Ergebnisbonus. Der Rest des Bilanzgewinns wird zur weiteren Stärkung des Eigenkapitals verwendet.

Der Vorstand berichtete in der Vertreterversammlung auch über die Planungen für die Zukunft. „Die alltäglichen Finanzgeschäfte werden zunehmend online ausgeführt. Fast die Hälfte unserer Kunden nutzen bereits heute das Online-Banking, Tendenz stark steigend“, so Michael Mengler. „Mit Blick auf die anhaltend extreme Niedrigzinsphase, die Digitalisierung und die weiter steigenden regulatorischen Anforderungen werden die Herausforderungen zunehmend spürbarer. Deshalb bestätigen die im Jahr 2017 erzielten Erfolge nicht nur unsere wirtschaftliche Ausrichtung und unser genossenschaftliches Geschäftsmodell, sondern auch unsere Pläne einer gemeinsamen Zukunft mit der Frankfurter Volksbank“, fasste der Vorstandssprecher zusammen.

Die Anzahl der Besuche in den kleineren und mittleren Filialen nehme seit Jahren kontinuierlich ab. Der Begriff „Nähe“ müsse daher neu definiert werden. Er bedeute heute, dass der eigene Ansprechpartner möglichst einfach auf möglichst vielen Kanälen erreichbar sein müsse. Deshalb überprüfe man regelmäßig die Filialen - auch ihre Besucherfrequenz - und passe das Filialnetz an neue Realitäten an, wenn es erforderlich sei.

„Filialen werden auch künftig eine ganz große Bedeutung haben, nur ihre Rolle wird sich weiter verändern. Ein Netz aus SB-Filialen für Bargeld und einfache Transaktionen, Filialen mit qualitativ hochwertigen Beratungsdienstleistungen, ergänzt um ein digitales Angebot und ein differenziertes Preismodell, ist daher das Modell der Zukunft“, so Menglers Fazit zu diesen Fragen.

„Selbstbedienungsfilialen mit Geldautomaten, Kontoauszugsdruckern, weiteren Geräten und Briefkästen sichern zum einen die Bargeldversorgung in der Fläche. Zum anderen nimmt die persönliche Beratung in ihrer Bedeutung permanent zu und wird in den größeren Filialen mit entsprechenden Ressourcen und dem erforderlichen Know-how zusammengefasst“ erklärte Michael Mengler. Beratungen sind von 8 bis 20 Uhr je nach Wunsch des Kunden möglich – auch zu Hause. Zusätzlich ist das KundenServiceCenter (KSC) täglich von 8 bis 18 Uhr telefonisch erreichbar und bietet vielfältige Serviceleistungen.

Schon traditionell habe die VVB auch im vergangenen Jahr in Form von Spenden und Sponsoring soziale, kulturelle und sportliche Initiativen und Projekte gefördert. „Als Dienstleister übernehmen wir Verantwortung für die Region“, beschrieb Mengler das gesellschaftliche Engagement seiner Bank. Auch die Personalpolitik sei an dieser Maxime ausgerichtet. Dies zeigten nicht nur die regelmäßig sehr guten Abschlussergebnisse der Auszubildenden. Mit der insgesamt hoch qualifizierten Mitarbeiterschaft könne den künftigen Herausforderungen gelassen entgegengesehen werden.

VVB-Profil in Zahlen (Stand 31.12.2017)

Bilanzsumme 1.977 Millionen Euro
Betreute Einlagen 2.945 Millionen Euro
Betreute Kredite 1.421 Millionen Euro
Dividende 7,5 Prozent
Bilanzgewinn 5,2 Millionen Euro
Mitglieder 51.436
Mitarbeiter 401
- davon Auszubildende 31