Erfolgreicher Kurs setzt sich fort

2017 wieder gutes Geschäftsjahr, Optimismus für 2018

Obertshausen: Alle Indikatoren stehen auf grün. Ein deutliches Plus bei den Einlagen, beim betreuten Kundenvermögen, den Krediten und der Bilanzsumme – die Vereinigte Volksbank Maingau (VVB) war auch im Geschäftsjahr 2017 trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter auf Wachstumskurs. Das wird beim Blick auf die vorläufigen Bilanzzahlen für das zurückliegende Wirtschaftsjahr deutlich, die Vorstandssprecher Michael Mengler der Öffentlichkeit präsentierte.

Ein Jahr, das nach den Worten des Bankchefs geschäftlich durch den anhaltenden Niedrigzins, die Auswirkungen der Digitalisierung sowie steigende gesetzliche Vorgaben und regulatorische Hürden geprägt war. Dennoch sei es in diesem anspruchsvollen Umfeld gelungen, die erreichten Marktpositionen nicht nur zu behaupten, sondern durch qualifiziertes Wachstum in wichtigen Bereichen weiter auszubauen. „Wir sind weiter auf Wachstumskurs. Die im Jahr 2017 erzielten Erfolge bestätigen uns in unserer wirtschaftlichen Ausrichtung, in unserem genossenschaftlichen Geschäftsmodell und in unseren Plänen einer gemeinsamen Zukunft mit der Frankfurter Volksbank“, so das Fazit von Michael Mengler. Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast 60 Mio. Euro auf über 1,97 Milliarden Euro an. Das gesamte betreute Kundenvolumen – dieser Wert beinhaltet neben den in der Bilanz festgeschriebenen Geschäften das gesamte Geschäftsvolumen mit den Mitgliedern und Kunden – erhöhte sich kräftig. Auf das betreute Kundenkreditvolumen entfällt eine Erhöhung von rund 32 Millionen Euro, davon 20 Millionen Euro im bilanziellen Bereich. Wie der Vorstandssprecher unterstrich, wird das Kreditwachstum immer noch durch viele Sondertilgungen beeinflusst. Besonders erfreulich: Die Bonitätsstruktur der Kundenengagements ist nach wie vor gut. Die Kredite sind breit gestreut und es existieren keine Klumpenrisiken. Die betreuten Kundeneinlagen konnten um rund 125 Millionen Euro gesteigert werden, was überwiegend durch die weiterhin gute Entwicklung im Wertpapier- und Depotgeschäft getragen wurde. Aber auch die Sichteinlagen haben wieder deutlich zugelegt. Insgesamt entspricht das einem Zuwachs des Volumens von 4,4 Prozent. „Wir sind mit diesem Ergebnis zufrieden. Dieser Erfolg ist das Ergebnis der intensiven Beziehungen mit unseren Mitgliedern und Kunden, denen wir auf verschiedensten Ebenen Mehrwerte bieten“, betonte Vorstandssprecher Michael Mengler.

Vorstandssprecher Michael Mengler (stehend) bei der Vertreterversammlung im November 2017

Daher gelte der Dank ausdrücklich den 401 Beschäftigten der Bank, darunter 32 Auszubildende. Insgesamt unterhält die VVB neunundzwanzig Beratungszentren und fünfzehn SB-Standorte. Das Ziel der VVB sei es, ihren Kunden vielseitige zeitgemäße Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Die Kunden sollten selbst wählen können, wie sie die Bank erreichen möchten.

Zum Ausbau digitaler Angebote und neuer Services gehöre auch das brandneue KundenServiceCenter (KSC). Das KSC ist für eingehende Anfragen zuständig und erledigt dabei - soweit möglich - Serviceanfragen der Kunden fallabschließend. Zudem erfüllt es die Wünsche nach Terminen mit den Beratern, vermittelt Rückrufe, gibt Informationen zu den Dienstleistungen und Produkten. Es ist Hotline für Fragen zum Online- und Mobile-Banking und zu den damit verbundenen Services wie der Nutzung des elektronischen Postfaches. Ergänzend hat sich das Team zu Experten für alle Fragen rund um den Multi-Kanalbetrieb und die Vernetzung der Kontaktwege entwickelt. Mit dem KSC könne man den Kunden eine höhere Qualität und ein Plus an Leistung und Service bieten, unterstrich der VVB-Chef. Die Idee dahinter sei, dass man mit dieser zusätzlichen Serviceleistung die Erreichbarkeit unserer Bank flächendeckend sicherstellen und optimieren könne. Die KSC-Teammitglieder sind Bankkaufleute, Experten in Sachen Bankgeschäfte und speziell für die telefonische Kommunikation ausgebildet. Sie haben alle bereits in einer Filiale gearbeitet und kennen die Strukturen vor Ort. Das Team ist montags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr immer erreichbar. Die Filialen und das KSC seien aber nicht nur die Dreh- und Angelpunkte für die Finanzdienstleistungen, sondern auch Drehscheiben für das soziale und kulturelle Engagement der VVB.

Unverändert groß war 2017 das gesellschaftliche und soziale Engagement der VVB vor Ort und in der Region. Insgesamt 200.000 Euro wurden als Spenden und Sponsoring in gemeinnützige Projekte von heimischen Vereinen und Institutionen investiert. Zusätzlich lädt die Volksbank regelmäßig zu Veranstaltungen für Mitglieder und Kunden ein. Jüngstes Beispiel sind die sehr bewährten und bereits traditionellen Vertreterforen im Januar und Februar. Bei diesen Treffen der gewählten Mitgliederrepräsentanten informiert der Vorstand über den Stand der Entwicklung, aktuelle Finanzfragen und die geltenden Rahmenbedingungen.

Mit der historischen Entscheidung für die Fusion mit der Frankfurter Volksbank wurde im vergangenen November ein neues Kapitel aufgeschlagen und ein kräftiges Signal für eine noch erfolgreichere Zukunft gegeben. Diese wichtige Strategieentscheidung beinhaltet auch den Auftrag, die neue Volksbank in der Region so aufzustellen, dass genossenschaftliche Werte und Nähe noch erlebbarer werden. „Die Fusion beinhaltet ein Niederlassungskonzept, das die VVB-Marke “Echt. Stark. Meine VVB.“ als Ausdruck großer Kundennähe sichert. Den Mitgliedern und Kunden verschafft sie die neuen Möglichkeiten eines noch stärkeren Dienstleisters ohne gravierende Veränderungen der Rahmenbedingungen. Außerdem sind wir in Zukunft weiter ein wichtiger Partner und sogar ein noch intensiverer Förderer von Kultur, Sport und Sozialbereich in unserer Region“, so Michael Mengler. „Und eines steht im Raiffeisen-Jubiläumsjahr fest: Genossenschaften gibt es seit über 150 Jahren, in mehr als 100 Ländern verbessern sie die Lebensqualität von Menschen, und der Genossenschaftsgedanke ist Weltkulturerbe. Für uns alle ist das eine ganz starke Motivation“, betonte Michael Mengler abschließend.

Unser Profil in Zahlen (Stand 31.12.2017)
Bilanzsumme 1.977 Millionen Euro
Betreute Einlagen   
2.945 Millionen Euro
Betreute Kredite 1.421 Millionen Euro
Dividende 7,5 Prozent
Bilanzgewinn   
5,2 Millionen Euro
Mitglieder 51.436
Mitarbeiter 401
 - davon Auszubildende 32