VVB gibt grünes Licht für Zusammenschluss mit Frankfurter Volksbank

Vertreterversammlung stimmt mit überwältigender Mehrheit für zukunftsweisende Fusion

Kräftiges Signal für eine noch erfolgreichere Zukunft

Mit 219 Ja-Stimmen oder der breiten Mehrheit von fast 95 % hat am Donnerstagabend die außerordentliche Vertreterversammlung der Vereinigten Volksbank Maingau (VVB) die Verschmelzung mit der Frankfurter Volksbank beschlossen und mit dieser historischen Entscheidung ein neues Kapitel aufgeschlagen. Damit wäre die zukunftsweisende Bankenfusion – das gleiche Votum in Frankfurt am 14. Dezember 2017 vorausgesetzt – verabschiedet und könnte nach Abschluss der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Schritte rückwirkend zum 1. Januar 2018 erfolgen. „Das positive Votum unserer Vertreterinnen und Vertreter ist die bisher wichtigste Strategieentscheidung“, erklärte VVB-Vorstandssprecher Michael Mengler am gleichen Abend in Rödermarks Kulturhalle. „Es ist ein kräftiges Signal dafür, dass unser VVB-Schiff die Segel richtig gesetzt hat. Wir leiten daraus den Auftrag ab, die neue Volksbank in der Region so aufzustellen, dass genossenschaftliche Werte und Nähe noch erlebbarer werden, und die Zukunft aktiv zu gestalten.“

Hervorragende Ausgangslage, klare Ziele und starkes Votum

Die neu entstehende Bank wird künftig zu den ganz großen Genossenschaftsbanken in Deutschland gehören. Sie hat nach der Verschmelzung rund 600.000 Kunden, 253.000 Mitglieder und eine Bilanzsumme in Höhe von 11,1 Milliarden Euro. Das Institut unterhält dann laut eigenen Angaben insgesamt 114 Filialen und 51 SB-Standorte in der Region Rhein-Main. Auch die Bilanzzahlen sind eindeutig: Mit identischen und überdurchschnittlich guten Vermögens-, Ertrags- und Risikostrukturen sind beide Banken sehr gut aufgestellt. Deshalb könne man gemeinsam künftig noch stärker agieren und die Präsenz in der Region weiter ausbauen, so Michael Mengler. Vor allem aber die anstehenden Herausforderungen steigende Regulierungsdichte, anhaltender Kostendruck und rasant voranschreitende Digitalisierung seien so effizienter gestaltbar. Dass es keine größeren Diskussionen mehr auf der sicherlich wichtigsten Vertreterversammlung in der über 150-jährigen Geschichte der VVB gab, lag an der sehr guten Vorarbeit, der offenen und transparenten Kommunikation. Beispiel sind dreizehn Abende im Sommer, an denen die Vorstände Michael Mengler, Manfred Resch und Sven Blatter den VVB-Parlamentariern überzeugend erläutern und belegen konnten, warum ihre Bank bei den Kollegen in Frankfurt bestens aufgehoben ist.

 

Partnerschaft großgeschrieben zum Nutzen von Kunden und Region

„Die greifbar gewordene Fusion von Frankfurter Volksbank und VVB Maingau, die beide von denselben Werten geprägt werden, beinhaltet ein Niederlassungskonzept, das die VVB-Marke “Echt. Stark. Meine VVB.“ als Ausdruck großer Kundennähe sichert, den Mitgliedern und Kunden neue Möglichkeiten eines noch stärkeren Dienstleisters verschafft und die Geschäftsstellen mit den Arbeitsplätzen vor Ort erhält. Außerdem sind wir in Zukunft unverändert ein wichtiger Partner und sogar ein noch intensiverer Förderer von Kultur, Sport und Sozialbereich in unserer Region“, erklärte Michael Mengler. Wie der vorliegende Fusionsvertrag eindeutig belege, werden durch die Fusion die Weichen für ein solides und nachhaltiges Wachstum gestellt, so der VVB-Chef weiter. Da sich die Geschäftsgebiete der beiden Institute nicht überschneiden, werde es aufgrund der Fusion nicht zu Filialschließungen kommen. Ganz im Gegenteil, das VVB-Geschäftsgebiet werde als eigener Regionalmarkt unverändert in Erscheinung treten. Die Kunden behalten auch in Zukunft ihre vertrauten Ansprechpartner für eine fachkundige Beratung und Betreuung – bis hin zur Führungsetage. Gleichzeitig ist nicht nur die Sicherheit aller Arbeitsplätze fünf Jahre garantiert, sondern erhalten bleiben auch die Standorte und damit das Steueraufkommen der jeweiligen Kommunen.

 

Weichen für eine starke Gemeinschaft gestellt

Die übergeordneten Ziele sind damit klar umrissen. Man will in Zeiten des Wandels in der Bankenbranche die dezentralen Strukturen, die wirtschaftliche Stärke und die Qualität der angebotenen Finanzdienstleistungen bewahren und ausbauen. Die vorgesehene Bündelung der Kräfte ermöglicht der gemeinsamen Bank, die Zuverlässigkeit und die Geschwindigkeit, mit der Leistungen für die Kunden erbracht werden, noch zu steigern. Dazu zählt auch das langfristige Angebot marktgerechter Konditionen. Es sei ein großer Schritt für die genossenschaftliche Bankenstruktur in der Metropolregion Rhein-Main, umriss Vorstandssprecher Michael Mengler die Bedeutung der Beschlüsse. „Es ist eine Fusion von zwei sehr erfolgreichen und betriebswirtschaftlich starken Banken, sie findet auf Augenhöhe und nach langjähriger Zusammenarbeit statt. Wir werden Partner, behalten aber unsere eigenständige Note,“ unterstrich der VVB-Vorstandssprecher.

 

Neue Möglichkeiten durch Bündelung der Kräfte

„Wie ich schon bei Abschluss der Kooperation gesagt habe, bin ich auf Basis der getroffenen Vereinbarungen ganz sicher, dass wir gemeinsam den Grundstein für eine starke Partnerschaft und neue Möglichkeiten gelegt haben. Alles im Interesse der Kunden, Mitglieder, Mitarbeiter und der Region, für die der Zusammenschluss eine strategisch richtige und wichtige Entscheidung ist.“