Riester-Rente: Altersversorgung mit besten Aussichten

Seit 2002 motiviert der Staat den Sparer mit Zulagen und Steuererleichterungen in die eigene Altersvorsorge zu investieren. Um die maximalen Zulagen des Staates zu erhalten, müssen Sie lediglich einen Riester-Vertrag abschließen und Einzahlung leisten. Erfahren Sie hier, für wen Riester geeignet ist, welche unterschiedlichen Formen es gibt und welche Vor- und Nachteile bestehen.

Was ist die Riester-Rente?

Ob für die Investition ins Eigenheim, mit einem Fondssparplan oder als private Rentenversicherung: Mit der Riester-Rente fördert der Staat Ihre private Altersvorsorge. Dabei ist eine Förderung von bis zu 2.100 Euro jährlich möglich. Die Höhe der Förderung hängt allerdings von Ihrem Familienstand, der Höhe Ihrer eigenen Sparleistung und der Anzahl Ihrer Kinder ab.

Die Riester-Rente ist ein erklärungsbedürftiges Produkt, das wir Ihnen am besten bei einem persönlichen Termin näher bringen. Am besten, Sie lassen sich in einer Filiale in Ihrer Nähe von uns persönlich beraten. Eine Filiale in Ihrer Nähe finden Sie über unseren Filialfinder.

Welche Riesterformen gibt es?

Es gibt vier verschiedene Anlageformen. Dabei unterscheidet man zwischen:

  • klassichem Riester-Vertrag,
  • fondsgebundenem Riester,
  • Wohn-Riester und
  • einer Mischform aus der klassischen und fondsgebundenen Variante.

Die klassischen Tarife bieten eine garantierte Rente im Alter, wohingegen die fondsgebundenen Tarife höhere Renditen möglich machen, aber auch höher in der Risikoeinstufung sind. Bei einem Wohn-Riester-Vertrag können Sie die Zulagen zur Finanzierung Ihres Eigenheimes nutzen. Riesteranbieter müssen Ihre Verträge durch die BaFin (Bankaufsichtsbehörde) zertifizieren lassen, damit diese den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

So hoch ist der einzuzahlende Beitrag

Die niedrigste Summe, der sogenannte Sockelbeitrag, beträgt 60 € jährlich. Möchten Sie die volle Zulage in Anspruch nehmen, müssen Sie 4 % Ihres Jahresbruttoeinkommen des Vorjahres in die Riester-Rente einzahlen. Zahlen Sie mehr als die 4 % ein, wirkt sich das positiv auf die spätere Rente aus, der "Mehrbetrag" wird allerdings nicht gefördert.

Dann erfolgt die Auszahlung der Riester-Rente

Eine Auszahlung erfolgt in der Regel mit dem 65. oder 67. Lebensjahr. Eine Auszahlung der privaten Altersvorsorge mit Verträgen, die nach 2012 abgeschlossenen wurden, kann frühstens mit dem 62. Lebensjahr erfolgen. Bei einer früheren Auszahlung der Rente müssen die erhaltenen staatlichen Zulagen und die Steuererstattung zurückgezahlt werden.

Für wen ist die Riester-Rente geeignet?

Alle Menschen, die Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, sind förderberechtigt.

Aufgrund der Höhe der Förderung für Kinder, ist die Altersvorsorge mit einem Riester-Vertrag vor allem für junge Eltern oder Alleinerziehende sehr attraktiv. Aber auch für Normal- und Gutverdiener ist die Steuererleichterung durch Riester vorteilhaft. Auch Geringverdienern bietet Riester durch den Mindestbeitrag von 60 € jährlich die Möglichkeit, die vollen Riesterzulagen zu erhalten.

Für folgende Personengruppen ist die Riester-Förderung geeignet:

  • Arbeitnehmer/innen, Auszubildende oder Studierende mit einem sozialversicherungspflichtigen Minijob und Bundesfreiwilligendienstende
  • Pflichtversicherte Selbstständige (der gesetzlichen Rentenversicherung)
  • Beamte, Soldaten, Richter
  • Bezieher von ALG I oder II oder Krankengeld
  • Erwerbs-geminderte, erwerbsunfähige und dienstunfähige Personen

Staatliche Förderung durch Riester

So hoch sind die Riester-Zulagen

Jeder Riester-Sparer erhält eine staatliche Förderung. Bei voller Einzahlung erhalten Sie eine Grundzulage von 175 € pro Jahr. Pro eigenes Kind erhält die Mutter oder der Vater 300 € für Kinder, die nach 2008 geboren wurden. Für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, erhält jeweils ein Elternteil 185 €. Wird ein Riester-Vertrag vor dem 25. Lebensjahr abgeschlossen, erhält der junge Sparer einen Berufseinsteigerbonus von 200 €.

Um eine jährliche Einreichung des Antrages für die Zulagen zu umgehen, können Sie dies über einen Dauerzulagenantrag bei Ihrem Anbieter regeln. Dann erfolgt automatisch eine jährliche Beantragung beim Staat.

Sie profitieren bei Riester auch von Steuervorteilen

Neben den staatlichen Zulagen, die Sie mit Ihrer Riester-Rente erhalten, ergibt sich ein weiterer finanzieller Vorteil. Sie können Ihre Riester-Beiträge bis zu 2.100 € in der Anlage AV Ihrer Steuererklärung gelten machen und so von Steuervorteilen profitieren.

Vorteile und Nachteile

Vorteile der Riester-Rente

  • Sie erhalten Zulagen und Steuervorteile
  • Es handelt sich um eine sichere Altersvorsorge: gezahlte Beiträge zuzüglich der Zulagen
  • Kapital ist vor der Privatinsolvenz geschützt
  • Hartz IV-Schutz, die Riester Rente wird nicht bei der Berechnung von Hartz IV berücksichtigt
  • Kapitalentnahme bei Rentenbeginn möglich

Nachteile der Riester-Rente

  • Komplexe und intransparente Verträge
  • Nachgelagerte Besteuerung (Die ausgezahlte Rente bzw. der Einmalbetrag muss in voller Höhe besteuert werden. Im Vergleich des geringen Steuersatzes im Alter kann sich hier dennoch ein Vorteil ergeben.)
  • Vererbbarkeit eingeschränkt: Kapital kann auf den Vertrag des Ehepartners übertragen werden
  • Bei Kündigung müssen Zulagen und Steuern zurück gezahlt werden

Achtung: Die Kosten von Riester-Verträgen variieren stark! Beim Abschluss einer Altersvorsorge im Rahmen eines Riester-Vertrages sollten Sie die Kosten zuvor prüfen und vergleichen. Je nach Unternehmen können diese stark variieren.

Lassen Sie sich zum Thema Riester-Rente beraten

Allein aufs Internet sollte man sich nicht verlassen. Eine Beratung mit einem ausgebildetem Bankberater ist wichtig, da dieser individuell auf Ihre Lebenssituation eingehen kann und Ihnen das richtige Riesterform empfiehlt. Wer sich nicht gut auskennt, läuft außerdem Gefahr, durch falsche Eingaben im Onlinerechner selbst ein ungeeignetes Angebot zu erzeugen.

Mit der regelmäßigen jährlichen Überprüfung Ihrer geförderten Altersvorsorge, können Sie mit Ihrem Bankberater besprechen in welcher Höhe der einzuzahlenden Beitrag geleistet werden muss, um die maximale staatliche Förderung in Form von Zulagen für Sie zu generieren.

Sie haben Fragen?
Wir beraten Sie gerne.

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