Mietkaution: Anlageformen, Vor- und Nachteile sowie Alternativen

Ein Umzug kann ins Geld gehen: Nicht nur wegen der Kosten für das Umzugsunternehmen und der häufig doppelt zu zahlenden Miete, sondern auch wegen der zu hinterlegenden Mietkaution. Erfahren Sie hier, was die Mietkaution ist, wie sie richtig angelegt wird, wie Sie ein Mietkautionskonto eröffnen und welche Vor- sowie Nachteile bestehen.

Was ist eine Mietkaution?

Die Mietkaution ist in Deutschland allgemein üblich und dient als Mietsicherheit für den Vermieter. Er sichert sich damit gegen Schäden oder Mietausfälle ab. Denn wenn die Miete für längere Zeit ausbleiben sollte, stellt das ein großes Risiko für den Vermieter dar.

Die Mietkaution sichert den Vermieter gegen folgende Schäden / Mängel ab:

  • Schäden in der Wohnung
  • Rückstände bei der Miete
  • Rückstände bei den Nebenkosten
  • Nebenkostennachzahlungen

Die maximale Höhe der Mietkaution darf drei Monatsmieten (Nettokaltmiete) betragen. Um die finanzielle Belastung für den Mieter möglichst gering zu halten, wird häufig angeboten, die gesetzlich zulässige Sicherheit in Raten zu zahlen. Die erste Rate ist üblicherweise bei Beginn des Mietverhältnisses fällig.

Werden nach Beendigung des Mietverhältnisses keine Mängel festgestellt, überweist der Vermieter die Kaution mit den zwischenzeitlich angefallenen Zinsen und Zinseszins zurück auf das Konto des Mieters.

Mietkautionskonto, private Mietbürgschaft & Co.: Die häufigsten Arten der Anlage

Der Vermieter muss die Mietkaution getrennt von seinem Vermögen anlegen, damit das Geld des Mieters im Falle einer Insolvenz des Vermieters nicht verloren ist. Neben der Option, die Mietkaution bar zu hinterlegen oder auf ein Sparbuch zu überweisen, bestehen alternative Möglichkeiten der Anlage.

 

Das Mietkautionskonto

Für ein Mietkautionskonto bestehen zwei Optionen. Die Mietkaution wird auf einem Sparkonto hinterlegt, das sowohl auf den Namen des Vermieters als auch auf den Namen des Mieters eingerichtet werden kann. Allerdings ist es üblich, dass das Konto auf den Namen des Vermieters eröffnet wird. Dieses ist als Treuhandkonto angelegt: Der Vermieter verwaltet das Geld lediglich für seinen Mieter und kann nicht darauf zugreifen. Zudem muss es getrennt von dem Vermögen des Vermieters angelegt werden.

Nach der Einrichtung wird es dem Vermieter als Mietsicherheit übergeben und mit Beendigung des Mietverhältnisses wieder an den Mieter ausgezahlt.

Bei der Frankfurter Volksbank wird das Mietkautionskonto auf den Vermieter eröffnet. Der Vermieter ist dann zwar zur verzinslichen Anlage des Geldes verpflichtet, Eigentümer des Geldes bleibt dennoch der Mieter. Der Mieter kann während der Mietdauer aber nicht darauf zugreifen.

 

Private Mietbürgschaft

Eine private Mietbürgschaft wird häufig zwischen Eltern und Kindern geschlossen. So bürgen Eltern für Mietrückstände oder Sachschäden Ihrer Kinder.

 

Mietkautionsdepot

Die Mietkaution darf auch in einem speziellen, sehr sicher angelegten Fond, dem sogenannten Mietkautionsdepot, hinterlegt werden. Aber Achtung: Hier entstehen zusätzliche Kosten für Gebühren und Steuern.

Vor- und Nachteile eines Mietkautionskontos für Mieter

Vorteile:

  • Insolvenzsichere Anlage
  • Auszahlung der Mietkaution erfolgt mit Zinsen
  • Kein Verlustrisiko durch Einlagensicherung

Nachteile:

  • Rückzahlung erfolgt manchmal mit zeitlicher Verzögerung, da der Vermieter sechs bis zwölf Monate Zeit hat, um die Summe zurückzuzahlen
  • Zinsen müssen versteuert werden, wenn Konto auf Vermieter läuft

Mietkautionskonto eröffnen: Wie funktioniert das?

Möchten Sie ein Mietkautionskonto eröffnen, wenden Sie sich, wie beim Eröffnen eines Girokontos, an die Frankfurter Volksbank oder Ihre Hausbank und vereinbaren einen persönlichen Termin. Bei der Frankfurter Volksbank muss das Konto vom Vermieter eröffnet und dieser Termin dementsprechend auch vom Vermieter wahrgenommen werden.

Eröffnen Sie als Vermieter ein Mietkautionskonto auf Ihren Namen, muss es sich um ein separates Konto, ein sogenanntes Treuhandskonto handeln. Anschließend überweist der Mieter seine Kaution auf dieses Konto.

Alternative zur Mietkaution: Die Mietkautionsbürgschaft

Die Mietbürgschaft ist eine clevere Alternative zur Mietkaution: Anstatt die bis zu dreifache Summe einer Monatsmiete zu investieren, bürgt die Frankfurter Volksbank für Sie als Mieter. So können Sie sich gegen eine jährliche Prämie als Mieter die Kaution sparen und haben so mehr finanziellen Spielraum zur Verfügung.

Erfahren Sie hier, wie eine Mietkautionsbürgschaft funktioniert und welche Vorteile bestehen.

Alternativ können Sie hier Ihre R+V-MietkautionsBürgschaft direkt beantragen und abschließen.

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