Ihre Baufinanzierung: Die 5 wichtigsten Schritte & wertvolle Tipps

Sie planen derzeit den Bau eines Hauses im Raum Rhein-Main oder vielleicht den Kauf einer Eigentumswohnung in Frankfurt und wollen einen Teil der Kosten durch eine Immobilienfinanzierung abdecken? Finden Sie mithilfe unseres Finanzierungsrechners heraus, wie viel Immobilie Sie sich leisten können und erfahren Sie, in welchen 5 Schritten Sie Ihre Baufinanzierung erfolgreich abschließen.


 

Was ist eine Baufinanzierung?

Als Baufinanzierung wird die Finanzierung einer Immobilie bezeichnet. Für diese Finanzierung kann Eigenkapital (z.B. Guthaben aus Konten oder Wertpapierfonds) und / oder Darlehen von Kreditinstituten (Fremdkapital) genutzt werden. Das Fremdkapital in Form eines Darlehens wird üblicherweise von Banken, Bausparkassen oder anderen Finanzdienstleistern zur Verfügung gestellt. Zusätzlich können staatliche Förderungen, wie die Förderprogramme der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) oder das Baukindergeld in Anspruch genommen werden.

Wird ein Haus oder eine Eigentumswohnung gekauft, greift fast jeder Käufer auf ein Darlehen in Form einer Baufinanzierung zurück. Mit der richtigen Baufinanzierung können Sie durch eine geschickte Kombination aus Laufzeit, Darlehenssumme und Zinsbindung Ihre Kosten reduzieren.

Grundsätzlich bezeichnet man einen Vertrag als Darlehen, bei dem sich der Darlehensgeber dazu verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag zur Verfügung zu stellen. Der Darlehensnehmer zahlt ihm dafür einen Zins sowie einen Betrag zur Tilgung. Der Zins hängt unter anderem von der Höhe des gesamten Darlehens, dem Darlehensgeber sowie Darlehensnehmer und natürlich dem aktuellen Zinsniveau ab. Die Tilgungsrate für einen solchen Kredit richtet sich nach Ihrer finanziellen Situation sowie der Länge der Laufzeit.

Bei der Immobilienfinanzierung wird das Immobilien-Darlehen grundsätzlich mit einer Grundschuld besichert, die der finanzierenden Bank als Sicherheit dient. So kann ein deutlich günstiger Darlehenszins entstehen.

Baufinanzierung: In 5 Schritten zur Traumimmobilie

Das eigene Haus oder die eigene Wohnung ist nicht nur ein Rückzugsort, sondern kann auch ein zentraler Baustein Ihrer Altersvorsorge sein. Und so sind auch beim Kauf des passenden Objektes viele verschiedene Aspekte zu beachten – von der Wahl der geeigneten Immobilie bis hin zum optimalen Finanzierungsplan.

Daher sollte eine Immobilienfinanzierung Schritt für Schritt geplant werden.

 

Schritt 1: Überprüfen Sie, wie viel Haus Sie sich leisten können

Um den Traum der eigenen Immobilie Wirklichkeit werden zu lassen, ist eine frühzeitige Finanzplanung äußerst wichtig. Sie sollten sich noch vor der Suche nach einer Immobilie zunächst einen Überblick über Ihre Ein- und Ausgaben verschaffen, um zu berechnen, wie hoch Ihr finanzieller Spielraum ist. Dabei kann die Erstellung eines Haushaltsbuchs (z.B. mit unserem Finanzmanager) helfen.

 

Wie Sie am besten vorgehen und welche Einnahmen und Ausgaben hierbei beachtet werden müssen, haben wir in folgender Checkliste "Haushaltsrechnung" für Sie zusammengestellt.

 


 

Unser Baufinanzierungsrechner gibt Ihnen zusätzlich eine erste Einschätzung darüber, welches Budget Ihnen für einen Haus- oder Wohnungskauf zur Verfügung steht. Auf Basis der Zinsbindung, des Sollzinses und effektivem Jahreszins wird im Baufinanzierungsrechner die Höhe der Summe errechnet, mit der Sie eine Immobilie finanzieren könnten.

 

Baufinanzierungsrechner: Wie viel Haus können Sie sich leisten?

       

 

Übrigens: Bei Interesse ermitteln wir in einem persönlichen Gespräch sehr gerne Ihre finanziellen Möglichkeiten, stellen fest, wie viel Geld Sie in Form eines Darlehens benötigen und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot für Ihre Immobilienfinanzierung.

 

Schritt 2: Stellen Sie Ihre Baufinanzierungsanfrage an die Bank

Heutzutage wird von Kaufinteressenten erwartet, dass Sie bereits vor dem Besichtigungstermin der Immobilie eine Finanzierungsanfrage gestellt haben. Sollte dies noch nicht geschehen sein, sinken die Chancen für eine erfolgreiche Bewerbung für Sie als Interessent immens, da die Konkurrenz unter den Käufern oft sehr hoch ist.

Aus diesem Grund raten wir Ihnen dazu, bereits vor der Immobiliensuche eine Baufinanzierungsanfrage bei der Bank Ihres Vertrauens zu stellen.

Zur optimalen Vorbereitung auf ein Gespräch in unserem Hause können Sie unser Anfrageformular zur Baufinanzierung nutzen und uns vorab wichtige Daten für Ihr individuelles Baufinanzierungskonzept zusenden. Im Anschluss planen Sie einfach Ihren Wunschtermin für eine erste Beratung in der Bank und kommen Ihrem Traum von der eigenen Immobilie mithilfe eines Kredits ein Stück näher.

Unsere Finanzierungsexperten freuen sich darauf, Sie umfassend in der von Ihnen gewünschten Filiale zu Ihrer Finanzierung zu beraten.

Übrigens: Im Rahmen unserer Leistungsgarantien erhalten Sie bei vollständigen Unterlagen die Entscheidung zu Ihrer Immobilienfinanzierung bis 500.000,00 Euro innerhalb von 48 Stunden.

 


 

Schritt 3: Vervollständigen Sie bereits vor dem Beratungsgespräch Ihre Unterlagen

Um eine Finanzierungsanfrage verbindlich abschließen zu können, werden einige Unterlagen benötigt. Wenn Sie diese Unterlagen bereits vor dem ersten Gesprächstermin eigenständig vervollständigen, verringert dies den zeitlichen sowie organisatorischen Aufwand der Finanzierungsanfrage.

Sie sind sich nicht sicher, welche Unterlagen bereits im Voraus benötigt werden? Mit den folgenden Checklisten geben wir Ihnen Aufschluss darüber, an was Sie bei Ihrem ersten Gesprächstermin denken sollten.

 


 

Schritt 4: Beginnen Sie mit der Immobiliensuche und den Besichtigungen

Haben Sie eine geeignete Immobilie gefunden? Dann sollten Sie schnellstmöglich einen Besichtigungstermin mit dem Makler oder Verkäufer der Immobilie vereinbaren, um Ihr Interesse zu zeigen sowie sich einen zeitlichen Vorsprung zu den anderen Interessenten verschaffen zu können.

Falls der Makler einen Entwurf des Kaufvertrags und alle nötigen Objektunterlagen zu dem Termin mitgebracht hat, können Sie diese anschließend eingehend prüfen und das Objekt Ihrer Bank vorstellen.  

Ganz egal, ob Sie eine bestehende Immobilie kaufen oder selbst bauen möchten – unsere eigene Immobiliengesellschaft unterstützt Sie gerne bei der Suche nach Ihrer Wunschimmobilie.

 

 

 

Schritt 5: Lassen Sie sich eine verbindliche Zusage für Ihre Finanzierung geben

In Ihrem ersten Gespräch mit dem Finanzierungsexperten haben Sie sich bereits ausführlich bezüglich Ihrer Finanzierung beraten lassen und gemeinsam die Einholung der Zusage vorbereitet.

Haben Sie sich final für eine Immobilie entschieden, sollten Sie Ihren Berater in der Bank erneut kontaktieren und ihm die entsprechenden Objektunterlagen vorlegen. Damit können Ihnen unsere Experten kurzfristig eine verbindliche Finanzierungszusage geben.

Ist dies geschehen, können Sie im nächsten Schritt einen Notartermin vereinbaren und den Kaufvertrag für das Objekt unterschreiben.

Baufinanzierung: 7 Tipps für Ihre Immobilienfinanzierung

Ob Sie sich für einen Neubau nach Ihren Vorstellungen entscheiden oder lieber eine Bestandsimmobilie ins Auge gefasst haben, ist abhängig von Ihren persönlichen Zielen und Wünschen.

Doch egal wie Sie sich entscheiden – eine Baufinanzierung wirft immer zahlreiche Fragen auf:

  • Wie viel frei verfügbares Einkommen steht am Monatsende tatsächlich zur Verfügung?
  • Welche Nebenkosten können anfallen?
  • Welche Punkte sollten in einem Kaufvertrag stehen?

Was Sie beachten sollten, haben wir für Sie kurz und kompakt in 7 Tipps zusammengefasst.

 

Tipp 1: Schaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Finanzen

Noch bevor Sie sich auf die Suche nach einer geeigneten Immobilie machen, sollten Sie sich einen Überblick über Ihre persönlichen Finanzen verschaffen und eine Haushaltsrechnung aufstellen. Listen Sie dafür alle Einnahmen eines Monats auf und ziehen Ihre Ausgaben davon ab.

 

In die Einkommensaufstellung gehören nur regelmäßige Zahlungen, die Ihnen langfristig zur Verfügung stehen. Zu den Ausgaben zählen auch Aufwendungen, welche nur einmal jährlich anfallen.

Haben Sie von Beginn an das Gefühl, dass die Finanzierung eng werden könnte, dann verschieben Sie Ihren Finanzierungswunsch auf einen Zeitpunkt in der Zukunft oder überdenken Sie Ihre Ansprüche an die Immobilie.

Eine Finanzierung sollte genauestens durchdacht werden. Welche Punkte Sie bei einer Finanzierung beachten sollten, haben wir für Sie in einer Checkliste zusammengestellt.

 


 

Tipp 2: Bringen Sie mindestens 20 % Eigenkapital ein

Unser Haus empfiehlt, dass Sie mindestens 20 % der kompletten Kosten für den Kauf oder Bau einer Immobilie aus eigener Hand aufbringen sollten.

Sollten Sie mehr Eigenkapital zur Verfügung haben, ist dies kein Nachteil. Denn je höher der Anteil an Eigenmitteln, desto geringer sind die Verbindlichkeiten eines Kredites und umso geringer ist die monatliche Kreditrate.

 

Tipp 3: Beachten Sie die Nebenkosten

Neben dem Kaufpreis sollten Sie weitere Kosten nicht außer Acht lassen. In der Regel orientieren sich die Kaufnebenkosten (z.B. Notarkosten und Grundbucheintragung) an der Höhe der Kaufsumme und betragen etwa 14 % des Kaufpreises.

Da bei jedem Immobilienkauf Nebenkosten anfallen, sollten diese vollständig aus eigenen Mitteln erbracht werden. Zusätzlich können bei einer gebrauchten Immobilie eventuell anfallende Modernisierungs- und Renovierungskosten für das Objekt hinzukommen. Die genaue Höhe ist abhängig vom jeweiligen Objektzustand. Zudem ist es empfehlenswert, eine Reserve von ca. 10 % für nicht geplante Ausgaben zurückzuhalten.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über anfallende Kaufnebenkosten und nutzen Sie unseren Notar- und Grundbuchkostenrechner.

 

Notar- und Grundbuchkosten-Rechner


Sie haben sich einen Überblick über anfallende Kosten verschafft und möchten weitere Fragen im persönlichen Gespräch erörtern? Immer in Ihrer Nähe - gerne beraten Sie unsere Baufinanzierungsexperten vor Ort in Ihrer Wunschfiliale.

 

Tipp 4: Achten Sie auf die Dauer der Zinsbindung

Der Zinssatz kann für eine bestimmte Zeit fest vereinbart werden. Je länger der Zeitraum der Zinsbindung, desto höher ist in der Regel der Zinssatz. Während in Niedrigzinsphasen eine möglichst lange Zinsbindung empfohlen wird, kann in Hochzinsphasen eine kurze Zinsbindung empfehlenswert sein.

Denken Sie heute schon an morgen und achten Sie bei Ihrer Baufinanzierung auf die Dauer der Sicherung Ihres Zinses. Wir beraten Sie gerne zu diesem Thema.

 

Tipp 5: Legen Sie eine geeignete Tilgungsrate fest

Die Tilgung ist einer von zwei Bestandteilen Ihrer monatlichen Rate in Bezug auf die Rückzahlung Ihres Kredites. Diese sollten Sie nicht zu niedrig ansetzen. Insbesondere in Niedrigzinsphasen ist eine Tilgungsrate von mindestens 2-3 % empfehlenswert.

 

Um monatlich mit einer gleichbleibenden Kreditrate planen zu können, werden i.d.R. Annuitätendarlehen vergeben. Bei einem Annuitätendarlehen setzt sich die monatliche Rate aus einem Zins- und Tilgungsanteil zusammen. Mit dem Einsatz höherer Tilgungsraten verkürzen Sie die Laufzeit Ihres Kredites und verringern die anfallenden Zinskosten.

 

Tipp 6: Planen Sie Sondertilgungsmöglichkeiten ein

Vereinbaren Sie bei Ihrer Baufinanzierung eine geringe Tilgungsrate, sollten Sie die Möglichkeit von Sondertilgungen in Betracht ziehen.

Bei Sondertilgungen handelt es sich um außerplanmäßige Zahlungen, die die Restschuld des Kredites verringern. Häufig sind diese auf einen bestimmten Anteil an der gesamten Kreditsumme pro Jahr festgelegt. Sie beschleunigen die Rückzahlung und senken die anfallenden Zinskosten. Ob Sondertilgungsmöglichkeiten für Ihren Kredit bestehen, sollten Sie bei Vertragsabschluss mit Ihrem Berater klären.

 

Tipp 7: Nutzen Sie staatliche Fördermöglichkeiten

Auch der Staat stellt Fördermöglichkeiten bei dem Kauf einer Immobilie bereit. Möchten Sie zum Beispiel klimaschonend bauen, sanieren oder modernisieren, dann könnten zinsgünstige Kredite und Zuschüsse über die KfW interessant für Sie sein.

Neben der KfW-Förderung unterstützt der Staat zukünftige Immobilienbesitzer auch durch das Baukindergeld oder Wohn-Riester, wodurch Sie von staatlichen Zulagen und möglichen Steuervorteilen profitieren können.

Mit individuellen Lösungen zu Ihrer optimalen Immobilienfinanzierung

Ob mit staatlicher Förderung, kurzer oder langer Zinsbindung: Welche Finanzierung die richtige für Sie ist, wird von vielen Faktoren bestimmt. Dazu zählt Ihr finanzieller Spielraum, die Höhe Ihrer Eigenleistung als auch das Objekt an sich.

Wir begleiten Sie bei jedem wichtigen Schritt dieser spannenden Reise und nehmen Ihnen viel Arbeit ab: Gemeinsam mit den Finanzierungsexperten unserer Bank sowie unserem Finanzierungsrechner ermitteln Sie den Finanzierungsbedarf, die monatliche Rate sowie den Darlehenszins und die Laufzeit für Ihr individuelles Angebot. Dabei stimmen wir auch die Art der Tilgung, die Tilgungsrate, den Zinssatz sowie die Höhe und Laufzeit für Ihr persönliches Darlehen ab. Zusätzlich beantragen wir für Sie öffentliche Fördermittel oder andere attraktive Darlehen von Bund und Ländern.

Mit unserer mehrfach ausgezeichneten Beratungsqualität legen wir gemeinsam den Grundstein für eine Zukunft in Ihrer Wunschimmobilie.

Profitieren Sie jetzt im Rahmen einer persönlichen Beratung von dem Expertenwissen unser Baufinanzierungsspezialisten der Frankfurter Volksbank vor Ort.

 


 

Ihre Fragen sind noch nicht beantwortet? Entdecken Sie folgende weitere Seiten in unserem Baufinanzierungsbereich:  

  • Immobilie - Tipps zur Immobiliensuche und rechtliche Grundlagen beim Immobilienkauf.
  • Immo-Blog - aktuelle Beiträge rund um das Thema Immobilien und Finanzierung.
  • KFW - Informationen zum energieeffizienten Wohnen, ein interaktives Energiehaus und ein Förderrechner.
  • Bausparen - ein Bausparrechner und informative Erklärvideos zu den Themen Bausparen und Staatliche Bausparförderung.
  • Wohn-Riester - Vorteile von Wohn-Riester, ein kompaktes Informationsblatt und ein Erklärvideo.
  • Baukindergeld - Was ist das Baukindergeld und wie kann man es beantragen.
  • Infos - alle Unterlagen im pdf-Format zu Ihrer Übersicht.
  • Rechner - alle interaktiven Rechnermodule kompakt für Sie zusammengestellt.

Unser Glossar zum Thema Baufinanzierung

Hätten Sie gewusst, was sich genau hinter den Begriffen Zinsbindungsfrist, Sondertilgung oder Bauzeitzinsen verbirgt? Im Folgenden wollen wir mit unserem Glossar Licht ins Dunkle bringen und Ihnen alle relevanten Begrifflichkeiten zum Thema Baufinanzierung näher erläutern.

 

 

 

 

A - Annuitätendarlehen, Anschlussfinanzierung, Auflassung, Auflassungsvormerkung

Annuitätendarlehen:

Langfristiges Darlehen, welches in konstanten Kreditraten (Annuitäten) zurückgeführt wird. Die Annuität setzt sich aus einem Zins- und Tilgungsanteil zusammen. Zinsen werden hierbei nur auf den geschuldeten Kreditbetrag berechnet, mit der Tilgung wird die Kreditschuld monatlich zurückgeführt. Im Zeitverlauf nimmt der Zinsanteil stetig ab, wohingegen der Tilgungsanteil durch den ersparten Zinsanteil steigt. Klassische Immobilienfinanzierungen werden in der Regel über Annuitäten zurückgeführt.

Anschlussfinanzierung:

In der Regel weist ein Immobiliendarlehen nach Ablauf der Zinsfestschreibung eine Restschuld auf. Wird das Darlehen bei dem gleichen Kreditinstitut (i.d.R. zu neu vereinbarten Konditionen) fortgesetzt, spricht man auch von einer Prolongation. Wechselt der Kreditnehmer die Bank, wird dies als Umschuldung bezeichnet.

Auflassung:

Die Einigung zwischen Verkäufer und Käufer auf den Eigentumswechsel zur Übertragung des Grundstücks- oder Immobilieneigentums. Die Auflassung und die Eintragung des Eigentumswechsels ins Grundbuch bewirkt den Eigentumsübergang.

Auflassungsvormerkung:

Der schuldrechtliche Anspruch auf Übertragung des Eigentums an einem Grundstück wird gesichert. Einzutragen ist die Auflassungsvormerkung in Abteilung II des Grundbuchs. Die Eintragung schützt den Käufer davor, dass der Verkäufer das Objekt an eine andere Person verkauft oder mit Wirkung gegen den Käufer mit weiteren Lasten/Beschränkungen oder Grundpfandrechten belastet.

B - Bauzeitzinsen, Beleihungssatz, Beleihungswert, Bereitstellungszins, Bürgschaft

Bauzeitzinsen:

Zinsen, welche innerhalb der Bauzeit für den bereits ausgezahlten Teil des Darlehens anfallen. Bauzeitzinsen werden i.d.R. bei Neubauprojekten veranschlagt, bei denen das Darlehen stufenweise, je nach Baufortschritt, ausgezahlt wird.

Beleihungsauslauf:

In den meisten Fällen dient die Immobilie als Sicherheit für den Immobilienkredit. Kreditinstitute sichern sich auf diese Weise gegen eine mögliche Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers ab. Der Beleihungsauslauf setzt die Grundschuld der finanzierenden Bank (inkl. eventueller Vorlasten im Grundbuch) ins Verhältnis zum Beleihungswert. Je niedriger der Beleihungsauslauf desto besser ist die Sicherheitenposition für die Bank.

Beleihungswert:

Vom entsprechenden Kreditinstitut festgesetzte Größe unterhalb des Verkehrswertes einer Immobilie. In der Regel handelt es sich um den Wert, welcher unter normalen Umständen bei einem späteren Verkauf jederzeit erzielt werden kann.

Bereitstellungszins:

Entgelt für die vom Kreditinstitut bereitgestellten und vom Darlehensnehmer noch nicht in Anspruch genommenen Darlehen oder Darlehensteile. In der Regel beträgt dieser ca. 3% p.a.

Bürgschaft:

Dient der Bank als Sicherheit für die Rückzahlung eines Darlehens, wenn der Hauptschuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht rechtzeitig nachkommt. In einem solchen Fall verpflichtet sich der Bürge der Bank gegenüber, das Darlehen zurückzuzahlen, einschließlich anfallender Zinsen und Kosten.

E - Effektivzins, Eigenkapital, Endfälliges Darlehen, Erbbaurecht

Effektivzins:

Preis eines Darlehens, in dem nahezu alle Preisbestandteile (z.B. Zinssatz, Grundbuchamtskosten für die Grundschuldeintragung) berücksichtigt sind. Nicht berücksichtigt werden hingegen z.B. Bereitstellungszinsen. Der Effektivzins soll den Vergleich von Angeboten unterschiedlicher Kreditinstitute ermöglichen.

Eigenkapital:

Eigene liquide Vermögenswerte, welche in die Finanzierung eingebracht werden. Hierzu zählen beispielsweise Bargeld, Bank- und Sparguthaben, Wertpapiere oder persönliche Arbeitsleistung (Eigenleistung). Weitere Immobilien, Bausparguthaben oder Lebens- und Rentenversicherungen können in Form von Zusatzsicherheiten als Eigenkapitalersatz dienen.

Endfälliges Darlehen:

Die Kreditrückzahlung erfolgt am Ende der Laufzeit in einer Summe. Während der Laufzeit werden i.d.R. die auf dem Darlehen nicht geleisteten Tilgungen in eine Tilgungsersatzanlage, wie beispielsweise Renten-/Lebensversicherung oder Bausparvertrag investiert. Die Zinszahlungen sind während der gesamten Laufzeit gleichbleibend.

Erbbaurecht:

Das Erbbaurecht ist i.d.R. zeitlich begrenzt (meist 99 Jahre) und schafft für den Erbbauberechtigten die Möglichkeit, ein Haus zu bauen und zu nutzen, ohne selbst ein Grundstück zu erwerben. Zum Ausgleich zahlt er dem Erbbaurechtsausgeber einen im Voraus festgelegten Zins (Erbbauzins). Das Erbbaurecht wird in das Grundbuch eingetragen. Darin wird ein gesondertes Blatt, das Erbbaugrundbuch, angelegt.

G - Grundbuch, Grunddienstbarkeiten, Grunderwerbsteuer, Grundpfandrecht, Grundschuld

Grundbuch:

Beim Amtsgericht geführtes Register zur Darlegung der Rechtsverhältnisse eines Grundstücks. Das Grundbuch ist in fünf Teile gegliedert. Hierzu zählen die Aufschrift, das Bestandsverzeichnis und drei Abteilungen. Neben der Größe und der Nutzungsart sind auch die Eigentumsverhältnisse eingetragen. Zudem sind alle Rechte an anderen Grundstücken wie auch Lasten und Beschränkungen des Grundstücks aufgeführt. In Verbindung mit der Immobilienfinanzierung werden in Abteilung III die Grundpfandrechte eingetragen. Das Grundbuch ist für Jedermann mit berechtigtem Interesse, wie z.B. einem Käufer, einsehbar. Auf die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann der gutgläubige Erwerber vertrauen, da das Grundbuch öffentlichen Glauben genießt.

Grunddienstbarkeit:

Hierbei handelt es sich um Rechte anderer Grundstücke an dem jeweiligen Grundstück. Die Eintragung erfolgt in Abteilung II des Grundbuchs. Beispiele können sein: Wegerechte, Leitungsrechte, Geh- und Fahrtrechte.

Grunderwerbsteuer:

Steuerliche Belastung beim Kauf von bebauten oder unbebauten Grundstücken, welche bundesweit zwischen 3,5% und 6,5% vom Kaufpreis beträgt. Im Jahr 2017 liegt die Grunderwerbsteuer in Hessen bei 6%. Die genaue Höhe lässt sich über das örtliche Finanzamt eruieren.

Grundpfandrecht:

Grundbuchliche Absicherung der Forderungen eines Gläubigers auf einer Immobilie in Form einer Hypothek oder einer Grundschuld.

Grundschuld:

Mit einer Grundschuld sichert ein Kreditinstitut seine Forderungen. Es handelt sich hierbei um ein Pfandrecht an einer Immobilie. Eine Grundschuld ist abstrakt, d.h. diese kann auch ohne Bestehen einer bestimmten Forderung im Grundbuch eingetragen sein.

H - Hypothek

Hypothek:

Eine Hypothek dient ebenfalls der Absicherung von Forderungen. Im Gegensatz zur Grundschuld ist die Hypothek vom Bestand der Forderung abhängig. Seit längerem werden zur Besicherung fast ausschließlich Grundschulden verwendet.

I - Instandhaltungsrücklage

Instandhaltungsrücklage:

Ansammlung von Kapital über regelmäßig zu zahlende Pauschalbeträge zur Beseitigung auftretender Schäden und Mängel am Gemeinschaftseigentum bei Eigentumswohnungen. Die Betragshöhe richtet sich nach der Wohnfläche der einzelnen Wohnungen.

K - Kapitaldienstfähigkeit

Kapitaldienstfähigkeit:

Kann ein Kreditnehmer die Belastungen eines Darlehens aus seinen laufenden Einkünften bedienen, ist dieser kapitaldienstfähig. Die Kapitaldienstfähigkeit wird vor jeder Kreditvergabe überprüft.

L - Löschungsbewilligung

Löschungsbewilligung:

Hiermit erklärt der Gläubiger, seine Zustimmung zur Löschung des Grundpfandrechts (Hypothek oder Grundschuld) nach Rückzahlung des Kredites. Es handelt sich hierbei um eine Erklärung, deren Unterschriften öffentlich beglaubigt werden müssen.

M - Maklerprovision

Maklerprovision:

Gebühr, welche für die Vermittlung von Immobilienobjekten an einen Makler entrichtet werden muss. Die Vereinbarung der Provisionshöhe ist nicht festgelegt und liegt meist zwischen 3% und 6% zzgl. MwSt. des Kaufpreises. Beträgt die Maklerprovision 6%, beinhaltet diese bereits die Mehrwertsteuer.

N - Nebenleistungen, Nießbrauch

Nebenleistungen:

Alle Zahlungsverpflichtungen des Darlehensnehmers, welche über die Zins- und Tilgungsleistungen hinausgehen. Beispiel: Bereitstellungszinsen.

Nießbrauch:

Bei einem Nießbrauch handelt es sich um die Belastung einer Immobilie (Eintragung im Grundbuch in Abteilung II) zugunsten einer Person, welche dann alle Nutzungen aus der Immobilie ziehen kann (z.B. Mieten, Pachten).

P - Prolongation

Prolongation:

Bei einer Prolongation handelt es sich um die Verlängerung eines Darlehens. Während bei einer Umschuldung ein Wechsel des Kreditgebers stattfindet, erfolgt kein Wechsel des Darlehensgebers. I.d.R. werden lediglich die Zinsen neu vereinbart.

R - Rangrücktritt, Rangstelle, Restschuld

Rangrücktritt:

Ein bisher eingetragener Gläubiger kann mittels öffentlich beglaubigter Erklärung im Grundbuch seine Rangstelle zugunsten eines nachrangigen Gläubigers verändern.

Rangstelle:

Die Auflistung aller Gläubiger eines Darlehensnehmers erfolgt im Grundbuch in einer bestimmten Reihenfolge. Relevanz erhält die Rangstelle innerhalb einer Zwangsvollstreckung. Hier gilt: Da die Forderungen der Reihe nach bedient werden, haben besser platzierte Ränge höhere Chancen, dass die offenen Forderungen bedient werden könnten.

Restschuld:

Der Teil eines Darlehens, der noch nicht zurückgezahlt wurde. Wie hoch die jeweilige Restschuld ist, lässt sich mittels Tilgungsplan feststellen.

S - Sollzinsbindung, Sollzins, Sondertilgung

Sollzinsbindung:

Im Darlehensvertrag festgehaltener Zeitraum, in dem der Sollzins fest zwischen Kunde und Kreditinstitut vereinbart ist. Nach Ablauf dieser Zeitspanne kann entweder ein neuer Zins vereinbart werden oder ein Wechsel des Kreditinstitutes stattfinden.

Sollzins:

Hierbei handelt es sich um einen periodischen Prozentsatz, der pro Jahr auf das in Anspruch genommene Darlehen angewendet wird.

Sondertilgung:

Außerplanmäßige Reduzierung der Kreditschulden durch Sonderzahlungen. Somit kann die Gesamtlaufzeit des Kredites verkürzt oder die regelmäßigen Darlehensraten reduziert werden. Während einer laufenden Sollzinsbindung ist dies nur möglich, wenn es vertraglich vereinbart ist.

T - Teilungserklärung, Tilgung, Tilgungsdarlehen

Teilungserklärung:

Hierbei handelt es sich um die Erklärung eines Grundstückseigentümers, dass eine Immobilie in mehrere separate Wohnungen aufgeteilt wird. Sie gibt Auskunft darüber, welche Gebäudeteile einem Sonder-, Teil- oder Gemeinschaftseigentum unterliegen. Mit der Anlage von eigenen Wohnungsgrundbüchern wird diese Teilung wirksam.

Tilgung:

Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, den in Anspruch genommenen Kredit in regelmäßigen Raten zurückzuzahlen. Diese Rückzahlung wird Tilgung genannt. Anhand der Tilgungshöhe und des Zinses lässt sich die Höhe der Darlehensrate und die Gesamtlaufzeit bestimmen.

Tilgungsdarlehen:

Auch als Abzahlungsdarlehen oder Darlehen mit linearer (gleichmäßiger) Tilgung bezeichnet. Hierbei wird mit dem Darlehensnehmer über eine feste Laufzeit eine gleichbleibende Tilgungsleistung vereinbart. Dadurch hat der Kreditnehmer jedoch jeden Monat eine andere Kreditrate, da die Berechnung der Zinsen immer auf den neuen Kreditbetrag erfolgt. Diese Darlehensart ist für Baufinanzierungen unüblich.

U - Unbedenklichkeitsbescheinigung

Unbedenklichkeitsbescheinigung:

Hat der Käufer einer Immobilie die Grunderwerbsteuer bezahlt, stellt das Finanzamt eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung aus. Diese wird für die Eintragung eines Eigentümerwechsels ins Grundbuch verlangt.

V - Variables Darlehen, Vorfälligkeitsentschädigung, Vorkaufsrecht

Variables Darlehen:

Bei dieser Darlehensform wird der Zinssatz analog der jeweiligen Veränderung des Zinsniveaus angepasst.

Vorfälligkeitsentschädigung:

Zahlt ein Darlehensnehmer (z.B. wegen des Verkaufs einer Immobilie) sein Darlehen während einer Sollzinsbindung vorzeitig zurück, steht dem Kreditinstitut eine Vorfälligkeitsentschädigung als Schadenersatz zu.

Vorkaufsrecht:

Die Eintragung eines Vorkaufsrechtes erfolgt in Abteilung II des Grundbuchs. Der Vorkaufsberechtigte hat dadurch das Recht, in einem geschlossenen Kaufvertrag (zu den im Kaufvertrag vereinbarten Bedingungen) an die Stelle des Käufers zu treten. Gemeinden haben ein allgemeines Vorkaufsrecht, welches nicht im Grundbuch eingetragen ist.

W - Wegerecht

Wegerecht:

Ist ein Grundstück nur über ein anderes Grundstück erreichbar, wird i.d.R. ein sogenanntes Wegerecht vereinbart. Dies wird als Grunddienstbarkeit im Grundbuch eingetragen. Ob hierdurch eine eventuelle Wertminderung des Objektes vorliegt, sollte individuell geprüft werden.

Z - Zuteilung des Bausparvertrages

Zuteilung des Bausparvertrages:

Aufgrund der bisherigen Sparleistungen des Bausparers sind die Voraussetzungen für die Gewährung eines Bauspardarlehens gegeben. Sobald zu einem bestimmten Stichtag das Mindestsparguthaben, die Mindestsparzeit und die Bewertungszahl erreicht ist, kann der Bausparvertrag zugeteilt und das Bauspardarlehen ausgezahlt werden. Die Beantragung muss hier aktiv durch den Bausparer selbst erfolgen.

Zwangsvollstreckung:

Gesetzlich geregeltes Verfahren, bei dem ein Gläubiger seinen Anspruch gegenüber einem Schuldner durchsetzt.


 


 

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